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Horch, wie die Zeit vergeht...
So hieß ein kleines Buch des fränkischen Autors Emil Mündlein aus Sommerhausen, dem Wein- und Theaterdorf am Main vor den Toren Würzburgs. In Winterhausen, am anderen Mainufer, kannte man Emil Mündlein mit Petra Hochrein als Gastgeber vielbesuchter Autorenlesungen, wo sich im »wortraum winterhausen« Autorenprominenz von Adolf Endler und Erich Loest bis Asta Scheib und Guntram Vesper ein Stelldichein gab. Daß sich Emil Mündlein bei seinen Kollegen als Hörspielautor einen guten Namen gemacht hatte, wußten nur wenige Besucher im »wortraum«. Er hat davon so wenig Aufhebens gemacht wie - horch, wie die Zeit vergeht! - von seinen frühen Jahren als Flußschiffer. Was er darüber zu erzählen hatte, erfahren wir erst aus seinem literarischen Nachlaß, in dem sich nach seinem Tod 2009 zwei Prosafragmente - eine monologische Erzählung und ein zur Hälfte ausgeführter Episodenroman - fanden.
Die Erzählung »Eine Spur auf dem Strom« hat zwei Künstlerinnen so fasziniert, daß daraus ein ungewöhnliches Verlagsvorhaben wurde: Eine Doppelausgabe in zwei bibliophilen Genres: als Malerbuch aus der Hand Gisela Mott-Dreizlers und als druckgrafisches Kabinettstückchen der Künstlerin Tinka Bechert, deren experimentelle Farbgrafik Reinhard Scheuble mit Pigmenttinten raffiniert für den Druck umsetzt. Beide Ausgaben sind - auf 18 und 50 Exemplare - limitiert, von Hand gebunden und von den Künstlerinnen signiert. Jedes Exemplar der Malerbücher ist ein Unikat; von der druckgrafischen Edition sind 10 Exemplare als Vorzugsausgabe mit einer Originalcollage in Sonderausstattung mit Schuber lieferbar.
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